Die Nachfrage nach Bioclips steigt aufgrund der zunehmenden Bedeutung der Nachhaltigkeit im Gartenbau. Bioclips haben einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Plastikclips.
Mark van Antwerpen Produktmanager Pflanzenunterstützung | 18. Oktober 2024 | Lesedauer: 4 min.
Derzeit gibt es zwei Alternativen zu den weit verbreiteten herkömmlichen Kunststoffclips: Metallringe und Bioclips. Immer mehr Gärtner stellen aus Nachhaltigkeitsgründen auf Bioclips um, da Bioclips biologisch abbaubar sind und nach der Ernte auf dem Komposthaufen entsorgt werden können.
Die meisten Bio-Tomatenclips werden aus Stärke oder Milchsäure hergestellt und sind nach DIN EN 13432 kompostierbar. Damit sind sie für die industrielle Kompostierung zugelassen.
Wenn ein Material kompostierbar ist, bedeutet dies, dass es sich unter industriellen Bedingungen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zersetzt.
Ein Material ist biologisch abbaubar, wenn Pilze und Bakterien es auf biologische Weise abbauen können.
Bitte beachten: Ein kompostierbares Material ist nicht unbedingt biologischen Ursprungs. Umgekehrt ist ein Material biologischen Ursprungs nicht immer kompostierbar.
Die meisten Bioclips werden aus PLA hergestellt, was für Polymilchsäure oder Polyactid (aus dem Englishcen polylactic acid) steht. Diese Bioclips bestehen also auch aus Kunststoff, aber aus einem Typ, der biokompatibel und in der industriellen Kompostierung biologisch abbaubar ist und aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen, wie Maisstärke, hergestellt wird. Aus diesem Grund wird es als nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen beworben.
Bioclips sind der herkömmlichenKunststoffvariante sehr ähnlich und daher funktionell vergleichbar. Bioclips fühlen sich etwas härter und fester an und sind an der Stelle empfindlicher, an der der Clip gefaltet wird. Bei einigen Bioclips kann dieser Bereich leichter einreißen. Auch das Gewicht der Pflanze kann das Reißen eines Clips mit verursachen. Aus diesem Grund entscheiden sich einige Züchter für etwas dickere Clips.
- Anfälliger für das Einreißen am Falz, auch bei dickeren Clips
Der größte Nachteil von PLA ist der Anschaffungspreis. Ein Produkt aus PLA ist etwa viermal so teuer wie herkömmlicher Kunststoff. Andererseits können Bioclips für eine Obst- und Gemüse-Förderung im Rahmen der GMO in Frage kommen, die einen Teil des Selbstkostenpreises ausgleichen kann.
Wie die meisten Gärtner wissen, kann man mit einem Clip den Stängel einer Tomaten-, Gurken- oder Melonenpflanze oder einer anderen Pflanze einfach und schnell an die Schnur klipsen, wodurch das Eindrehen der Pflanzen überflüssig wird. Mit Bioclips ist das genauso einfach wie mit Kunststoffclips. Die Bioclips behindern das Pflanzenwachstum nicht.
+ Sie hemmen das Wachstum nicht und erhöhen die Produktion und Qualität
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