Schwebfliege als Nützling

Schwebfliegen (Syrphiden) spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der biologischen Schädlingsbekämpfung im professionellen Gewächshausgartenbau. Diese Insektenfamilie umfasst weltweit etwa 6.000 Arten, von denen einige sich als effektiv in der Bekämpfung von Schädlingen wie Blattläusen, Thripsen und Weißen Fliegen erwiesen haben. 
Schwebfliege auf Blatt
Kees Kouwenhoven
Produktspezialist Pflanzenschutz | 12. August 2024 | Lesedauer: 2 min. 

Schwebfliegen erkennen

Die erwachsene Schwebfliege ist an einem schlanken Körper mit einer glänzenden, kupferfarbenen Brust mit Längsstreifen und einem gelb-schwarz gestreiften Bauch zu erkennen. Das lässt sie ein wenig wie Wespen aussehen. Die Larven der Gallmücke sind 10 bis 20 mm groß und haben ein transparentes und unregelmäßiges Farbmuster. Sie sind bereits bei einer Temperatur von 8°C aktiv.
Schwebfliegen als Nützlinge
​​​​​​​​​​​​​​​Bild: Schwebfliege auf Basilikum

Vorteile von Schwebfliegen

Im Gewächshausgartenbau werden hauptsächlich die Larven bestimmter Schwebfliegenarten eingesetzt. Zu den bedeutendsten Arten gehören:
  • Allrounder: Schwebfliegen bekämpfen alle häufigen Blattlausarten
  • Tragen auch zur Bestäubung bei
  • Mobil: sehr gute Sucheigenschaften
  • Langlebig: wenn keine Schädlinge in der Kultur vorhanden sind überleben die Schwebfliegen durch den Verzehr von Pollen

Schwebfliegenarten und deren Einsatz

Im Gewächshausgartenbau werden hauptsächlich die Larven bestimmter Schwebfliegenarten eingesetzt. Zu den bedeutendsten Arten gehören:
  • Episyrphus balteatus (Gemeine Winterschwebfliege): Diese Art ist in Europa weit verbreitet und wird häufig in Gewächshäusern zur Bekämpfung von Blattläusen eingesetzt. Die Larven von Episyrphus balteatus sind äußerst effizient und können während ihrer Entwicklungsphase mehrere Hundert Blattläuse (aller Stadien) verzehren. Ihre Flexibilität in verschiedenen Umgebungen macht sie besonders nützlich in Gewächshäusern. Mit ihren Mundhaken packt die Larve ihre Beute, danach entleert sie sie. Schwebfliegen legen ihre Eier in Blattlaus-Kolonien, damit die Larven ihre Beute leicht erreichen können. Die Blattläuse werden fast vollständig verzehrt, nur die Haut bleibt auf den Blättern zurück. 
  • Sphaerophoria rueppellii: Diese Schwebfliegenart wird oft in wärmeren Klimazonen (am wirksamsten bei Temperaturen zwischen 20 und 30°C) eingesetzt und ist ebenfalls ein bewährter Nützling gegen Blattläuse. Da die Schwebfliegen sich auch von Pollen ernähren entwickelt sie sich am besten in der Kultur, wenn blühende Pflanzen vorhanden sind.

Anwendung von Schwebfliegen

Der Einsatz von Schwebfliegen im professionellen Gewächshausgartenbau erfolgt in der Regel durch die gezielte Freisetzung von Schwebfliegenlarven, die strategisch in Bereichen des Gewächshauses freigelassen werden, in denen Schädlinge identifiziert wurden. Die Schwebfliegenlarven beginnen sofort mit der Jagd auf ihre Beute und können so die Populationen von Schädlingen innerhalb kurzer Zeit erheblich reduzieren.
Schwebfliege im Gewächshaus
​​​​Bild: Einsatz von Schwebfliegen als Nützlinge​​​​
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Quelle Bannerfoto: Wikimedia Commons
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Schwebfliegen (Syrphiden) spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der biologischen Schädlingsbekämpfung im professionellen Gewächshausgartenbau. Diese Insektenfamilie umfasst weltweit etwa 6.000 Arten, von denen einige sich als effektiv in der Bekämpfung von Schädlingen wie Blattläusen, Thripsen und Weißen Fliegen erwiesen haben. 
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Die erwachsene Schwebfliege ist an einem schlanken Körper mit einer glänzenden, kupferfarbenen Brust mit Längsstreifen und einem gelb-schwarz gestreiften Bauch zu erkennen. Das lässt sie ein wenig wie Wespen aussehen. Die Larven der Gallmücke sind 10 bis 20 mm groß und haben ein transparentes und unregelmäßiges Farbmuster. Sie sind bereits bei einer Temperatur von 8°C aktiv.
Schwebfliegen als Nützlinge

Vorteile von Schwebfliegen

Im Gewächshausgartenbau werden hauptsächlich die Larven bestimmter Schwebfliegenarten eingesetzt. Zu den bedeutendsten Arten gehören:
  • Allrounder: Schwebfliegen bekämpfen alle häufigen Blattlausarten
  • Tragen auch zur Bestäubung bei
  • Mobil: sehr gute Sucheigenschaften
  • Langlebig: wenn keine Schädlinge in der Kultur vorhanden sind überleben die Schwebfliegen durch den Verzehr von Pollen

Schwebfliegenarten und deren Einsatz

Im Gewächshausgartenbau werden hauptsächlich die Larven bestimmter Schwebfliegenarten eingesetzt. Zu den bedeutendsten Arten gehören:
  • Episyrphus balteatus (Gemeine Winterschwebfliege): Diese Art ist in Europa weit verbreitet und wird häufig in Gewächshäusern zur Bekämpfung von Blattläusen eingesetzt. Die Larven von Episyrphus balteatus sind äußerst effizient und können während ihrer Entwicklungsphase mehrere Hundert Blattläuse (aller Stadien) verzehren. Ihre Flexibilität in verschiedenen Umgebungen macht sie besonders nützlich in Gewächshäusern. Mit ihren Mundhaken packt die Larve ihre Beute, danach entleert sie sie. Schwebfliegen legen ihre Eier in Blattlaus-Kolonien, damit die Larven ihre Beute leicht erreichen können. Die Blattläuse werden fast vollständig verzehrt, nur die Haut bleibt auf den Blättern zurück. 
  • Sphaerophoria rueppellii: Diese Schwebfliegenart wird oft in wärmeren Klimazonen (am wirksamsten bei Temperaturen zwischen 20 und 30°C) eingesetzt und ist ebenfalls ein bewährter Nützling gegen Blattläuse. Da die Schwebfliegen sich auch von Pollen ernähren entwickelt sie sich am besten in der Kultur, wenn blühende Pflanzen vorhanden sind.

Anwendung von Schwebfliegen

Der Einsatz von Schwebfliegen im professionellen Gewächshausgartenbau erfolgt in der Regel durch die gezielte Freisetzung von Schwebfliegenlarven, die strategisch in Bereichen des Gewächshauses freigelassen werden, in denen Schädlinge identifiziert wurden. Die Schwebfliegenlarven beginnen sofort mit der Jagd auf ihre Beute und können so die Populationen von Schädlingen innerhalb kurzer Zeit erheblich reduzieren.
Schwebfliegen als Nützlinge einsetzen
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