Welche Hilfsstoffe gibt es beim chemischen Pflanzenschutz?

Hilfsstoffe für chemischen Pflanzenschutz Hilfsstoffe erhöhen die Effektivität des chemischen Pflanzenschutzes. Sie sind in die Formeln der Pflanzenschutzmittel integriert oder sind einzeln erhältlich und können dann später der Sprühlösung beigefügt werden. Das Hinzufügen eines Hilfsstoffes zum Sprühmittel kann das Pflanzenschutzmittel effektiver wirken lassen. Eigenschaften, die beeinflusst werden können, sind unter anderem die Verteilung sowie die Aufnahme und Anhaftung der Wirkstoffe.


Faktoren bei der Wahl der Hilfsstoffe

Die Auswahl des am besten geeigneten Hilfsstoffes erfordert gute Sachkenntnis. Die Formel und der Wirkungsmechanismus eines Pflanzenschutzmittels, die Anwendungstechnik, aber auch die Pflanze und das Klima sind Faktoren, die dabei eine wichtige Rolle spielen. Wenn Sie sich das breite Sortiment der auf dem Markt verfügbaren Hilfsstoffe anschauen, wird deutlich, dass die Auswahl des passenden Hilfsstoffes nicht einfach ist.


Hauptkategorien

De meisten Hilfsstoffe können grob in drei Hauptkategorien unterteilt werden: Aufnahmekorrektoren, (Super-)Benetzungsmittel und Haftmittel.
  • Aufnahmekorrektoren: Dies sind oft ölartige Stoffe, die bewirken, dass der Wirkstoff des Pflanzenschutzmittels besser in das Blatt einzieht und vom Saftfluss aufgenommen wird.
  • (Super-)Benetzungsmittel: Dies sind oberflächenaktive Stoffe, die die Spannung der Sprühlösung verringern, wodurch sich diese besser über die Pflanze verteilt und Tropfenbildung verhindert wird. Ein Beispiel für ein Benetzungsmittel ist Silwet Gold.
  • Haftmittel: Diese Hilfsstoffe wurden speziell entwickelt, damit die Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln an der Pflanze oder am Boden haften bleiben. Dadurch spült der Wirkstoff weniger schnell vom Blatt oder aus dem Boden weg.

Andere Hilfsstoffe

Einige Beispiel für andere Hilfsstoffe außerhalb der Hauptkategorien sind Feuchthaltemittel, Verdunstungshemmer, Wasserkonditionierer, Zuckerlockstoff (Zuckerköder) und fluoreszierende Mittel.
  • Feuchthaltemittel: Dies sind Hilfsstoffe, die auf allen wasserabstoßenden Teilen im Substrat eine Filmschicht anlegen. Dadurch entsteht eine optimale Balance zwischen Luft und Wasser, was der Zucht zu Gute kommt. Daneben trocknet die Pflanze nicht aus, da der Hilfsstoff Tropfenbildung verhindert und sich dadurch ein sehr dünner Wasserfilm auf dem Blatt bildet.
  • Verdunstungshemmer: Dieser Hilfsstoff findet Anwendung, wenn ein Pflanzenschutzmittel mit einem Benebelungs- oder LVM-Gerät vernebelt wird. Der Verdunstungshemmer sorgt dann dafür, dass die Tröpfchen einheitlich sind, die Verteilung gleichmäßig ist und dass der Nebel sichtbar wird.
  • Wasserkonditionierer: Diese Hilfsstoffe können den pH-Wert oder die Wasserhärte der Sprühlösung beeinflussen. Ein zu hoher Säuregrad oder eine zu hohe Härte der Sprühflüssigkeit können nämlich in einigen Fällen die Wirksamkeit eines Pflanzenschutzmittels negativ beeinflussen.
  • Zuckerlockstoff: Dieser Hilfsstoff lockt Insekten aus ihrem Unterschlupf, wodurch sie mit dem eingesetzten Pflanzenschutzmittel leichter in Kontakt kommen. Ein Beispiel für einen Zuckerlockstoff ist Sugarbait.
  • Fluoreszierende Mittel: Diese machen das Sprühbild sichtbar. Das Ergebnis einer Besprühung mit einem fluoreszierenden Mittel kann mit Hilfe von Schwarzlicht im Dunklen begutachtet werden.


Fragen über
Hilfsstoffe für chemischen Pflanzenschutz
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